23. 01. 2018

Ein denkwürdiger Tag ist es heute. Denn zum ersten Mal seit dem 31. 12. 2004 bin ich heute wieder gelaufen. Es war zwar nur eine Runde um den Weiher in Eimsbüttel, aber Strecken und Zeiten spielen erst einmal keine Rolle für mich. Wichtig ist, dass ich den ersten Schritt gemacht habe. Gestern und heute war ich unterwegs gewesen, um mir meine Ausrüstung zu kaufen. Und da konnte ich von den Fehlern, die ich damals vor 16, 17 Jahren gemacht habe, als ich meine erste Laufkarriere startete und die dann in zwei erfolgreichen Hanse-Marathons (1997 und 1998) ihren Höhepunkt hatte, lernen. Damals hatte ich mir ein paar bequemer und vor allem billiger Sportschuhe gekauft, Trainingshose und T-Shirt hatte ich im Kleiderschrank und dann bin ich losgerannt. Ein paar Wochen später gab es dann schon die ersten Probleme mit den Füßen. Also bin ich heute gleich zu Lunge gegangen und habe mir nach einer sehr ausführlichen Beratung ein Paar vernünftige Laufschuhe gekauft. Mit 160 Euro nicht gerade ein Schnäppchen, aber, wie ich weiß, eine sinnvolle Investition. Laufhose, Jacke und T-Shirt mussten ebenfalls noch erworben werden. Da habe ich mich bei C&A, Karstadt und Tchibo eingedeckt. Und bereits gestern habe ich mir eine Fitnessuhr und zwar die Polar M 200 gekauft. Denn gerade in meinem Alter, meinem Übergewicht und meiner Untrainiertheit sollte ich schon ein wenig auf die Herzfrequenz achten. Damals, Mitte der 90er Jahre gab’s für die Herzfrequenzmessung nur Pulsuhren mit Brustgurt, womit ich aber auf Dauer nie zurecht gekommen bin, weil dieser blöde Gurt bei mir immer verrutschte und sich andauernd in Richtung Hüften bewegte. Jetzt wird der Pulsschlag über einen Sensor direkt am Handgelenk gemessen. Die Uhr hat noch zig weitere Funktionen, um jede körperliche Aktivität zu messen, aber da bin ich mir noch unsicher, ob ich die nutzen werde. Momentan bin ich schon ein klein wenig stolz auf mich, dass ich jetzt endlich wieder anfange, was für meine Fitness zu tun. In den letzten Jahren hatte ich immer wieder daran gedacht, abr dann hat die Trägheit doch wieder die Überhand gewonnen. Der entscheidende Tag wird jedoch morgen sein. Denn da muss ich wieder ins Call-Center, habe also einen ganz normalen Arbeitstag und da und in den nächsten Tagen wird sich dann zeigen, ob es mir gelingt, das Laufen wieder zu einem integralen Bestandtteil meines Alltags zu machen.

21. 01. 2018

Wahrscheinlich dürfte das heute der ruhigste Nachmittag dieses Jahres gewesen sein, den ich an der Hotelrezeption erleben durfte. Gerade mal fünf Zimmer waren belegt und es gab nur eine Anreise. Da sich die telefonischen Anfragen und auch der E-Mail-Eingang in Grenzen hielten, konnte ich nicht nur die Eingaben für die Kultursteuer auf den aktuellen Stand bringen, nein, ich hatte sogar noch Zeit und Muße rund 50 Seiten zu lesen. Ein wahrer Glückstag war das also.

20. 01. 2018

Ruhiger Tag heute. Ausgeschlafen, danach Wochenendeinkauf erledigt. Nach dem Frühstück dann den Nachmittag am Rechner verdaddelt, weil ich mich nicht dazu aufraffen konnte, raus zu gehen. Doch nach dem Abendessen dann der plötzliche Impuls einen Abendspaziergang zu machen. Ich bin dann von zu Hause durch Eimsbüttel über Isestraße, Jungfrauenthal und Harvestehuder Weg zur Außenalster gegangen und dort dann an der Außenalster bis zur Alten Rabenstr und dann über die Johnsallee und die Grindelallee wieder zurück nach Hause. Dass ich Abends nach dem Abendessen noch das Haus verlasse kommt äußerst selten vor und auch an der Außenalster war ich seit langem nicht mehr gewesen. Um so mehr habe ich die ruhige Atmosphäre genossen.

18. 01. 2018

Von den Auswirkungen des Schneesturms, der heute über Deutschland hinweg zog, habe ich so gut wie nichts mitbekommen. Es hat für ein paar Stunden heftig geschneit und auf dem Nachhauseweg musste ich dann durch ein bisschen Schneematsch stampfen, aber das war es dann auch schon. Zu Hause angekommen erwartete mich dann aber eine nicht so schöne Nachricht. Denn mein Vermieter schrieb mir, dass er am Hungertuch nagt und deshalb ab April die Miete um rund 30 Euro zu erhöhen gedenke und ich solle ihm doch bitte sagen, ob ich das okay fände. Und falls nicht, könne ich ja meine Siebensachen packen und verschwinden. Da nun die erhöhte Miete immer noch um einiges niedriger sein dürfte als die Miete, die ich für eine neue Wohnung zu zahlen hätte, werde ich da wohl meine Zustimmung geben. Die 30 Euro Mehrausgaben im Monat sind ja zu verkraften.

17. 01. 2018

Anstrengender Tag heute im Call-Center. Zwei Teamkollegen sind heute aneinander geraten wegen einer Lappalie und ich frage mich jetzt noch wie es sein kann, dass sich zwei erwachsene Menschen wie Kleinkinder verhalten, die sich in der Sandkiste um ein Förmchen streiten.

16. 01. 2018

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Heute meine erste Antiquariatsbestellung im neuen Jahr erhalten. Es ist Band 104 der Anderen Bibliothek. Von diesem Autor las ich im Juli 2016 bereits einen Band mit Reportagen, der mir sehr gefallen hat. Und der Antiquar, bei dem ich das aktuelle Buch erworben habe, hat mir diesen kleinen Zettel mit beigelegt.

14. 01. 2018

Seit fast fünf Jahren lebe ich vollkommen ohne Alkohol. Jetzt scheine ich wohl die zweite große Suchtbaustelle in Angriff zu nehmen, den Verzicht auf Schokolade. Tagsüber esse ich fast überhaupt keine Schokolade oder andere Süßigkeiten, außer wenn hin und wieder im Pausenraum im Call-Center etwas Naschwerk bereit steht, dann nehme ich mir schon hin und wieder mal eine Kleinigkeit, aber abends im Bett beim Lesen, da gehörte Schokolade, Schokoriegel oder Pralinen quasi selbstverständlich mit dazu. Dass das nicht gesund und nicht gut für’s Gewicht ist, war mir natürlich schon immer klar, aber wie heißt es so schön: „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“. Doch seit einer Woche scheint sich hier eine Änderung anzubahnen. Denn die Abende der vergangenen Woche habe ich null Schokolade gegessen und auch bei meinen Wochenendeinkäufen am vergangenen Wochenende, wo ich immer die Vorräte für die kommende Woche einkaufe, landete nichts Süßes in meinen Einkaufswagen. Ich bin jetzt mal gespannt, wie lange ich es durchhalte, ohne Süßes zu naschen. Irgendwann im Herbst letzten Jahres habe ich es mal vier Wochen geschafft. Warum ich dann wieder zur Ritter-Sport-Tafel gegriffen habe, vermag ich nicht zu sagen. Ich schaue jetzt einfach mal, wie sich die Sache entwickelt.