22. 04. 2018

Hotelnachmittag war okay. Der Chef war den ganzen Nachmittag anwesend, da ein Filmteam vom NDR Aufnahmen gemacht hat. Die Jungs vom Filmteam waren aber alle super entspannt und alles verlief ohne Probleme. Vormittags bei Amazon noch einen neuen Akku für mein altes Aldi-Notebook bestellt. Wenn das Teil rechtzeitig ankommt und funktionieren sollte, dann nehme ich diesen Rechner zum Filme gucken mit ins Krankenhaus.

21. 04. 2018

Ein schöner, sonniger Tag war das heute. Hatte zeitweise das Gefühl, das ich Urlaub hätte. Vormittags Haushaltskram erledigt, dabei, als ich im Waschsalon war, ein berührendes, nachdenklich stimmendes Erlebnis gehabt. Ein alter Mann, zum ersten Mal dort, hatte Schwierigkeiten mit dem ganzen Prozedere, wie man bezahlt, wie man das Waschprogramm auswählt und so weiter. Ich habe das dann für ihn kurz erledigt und ich merkte, wie erleichtert und dankbar er war, dass ihm jemand zur Seite stand. Als alles erledigt war, wollte er mir zwei Euro in die Hand drücken für meine Mühen. Das habe ich natürlich freundlich abgelehnt, aber es hat mich doch ein wenig nachdenklich gestimmt, dass für manche Menschen es quasi normal ist, für Hilfe, die sie empfangen haben, glauben zahlen zu müssen.

Aus einem spontanen Impuls heraus dann den kleinen Klapptisch und die beiden Plastikstühle, die auf dem Balkon stehen, sauber gemacht.

Am Nachmittag dann die erste konkrete Vorbereitung für meinen Klinikaufenthalt erledigt und mir Bluetooth-Kopfhörer gekauft. Jetzt kann ich ohne Kabelsalat sowohl vom Smartphone als auch vom PC Musik und Filme hören. Insgeheim wollte ich sowas ja schon seit langem haben und der Klinikaufenthalt war jetzt wohl der entscheidende Impuls mir das Teil nun endlich zu kaufen.

Abend dann nach dem Abendbrot dann noch eine Stunde auf dem Balkon gesessen und gelesen. Das war schön.

20. 04. 2018

Immer wieder an die bevorstehende Operation gedacht und an die vielen kleinen und großen Dinge, an die ich in den nächsten Tagen noch zu denken habe und gegebenenfalls erledigen sollte. Was nehme ich alles mit ins Krankenhaus? Wieviele Bücher, soll ich das Notebook mitnehmen? Wenn ja, brauche ich noch Kopfhörer. Soll ich mir die 4. Staffel von Game of Thrones kaufen. Brauche ich noch was an Anziehsachen. Und natürlich an die wichtigen Dinge. Soll ich eine Patientenverfügung ausfüllen, soll ich Regelungen treffen für den Fall, dass etwas schiefgehen sollte und ich nicht mehr alleine entscheiden kann und natürlich für den schlimmsten aller Fälle. Einerseits sage ich mir, sicher ist sicher hier das vorzubereiten und zu regeln, was ich in der Kürze der Zeit noch regeln kann, der andere Teil in mir sagt, dass es sich hier um keine riesige Operation handelt und ich davon ausgehen kann, dass ich das Krankenhaus nach zwei, drei Tagen wieder wohlbehalten verlassen werde. Ich werde mich gleich mal im Netz in Sachen Patientenverfügung schlau machen und wegen all dem anderen eine Nacht drüber schlafen.

19. 04. 2018

Heute hatte ich meinen „Vorstellungstermin“ in der Urologischen Abteilung der Asklepios Klinik Barmbek wegen meiner anstehenden Operation an der Harnröhre. Mein letzter Krankenhausaufenthalt liegt ungefähr zwischen 45 und 50 Jahre zurück, so dass ich dem Prozedere heute mit einer entspannten Neugierde entgegen gesehen habe. Ich dachte, es würde heute lediglich ein OP-Termin festgelegt und die ganze Angelegenheit ist in längstens zwei Stunden erledigt. Stattdessen habe ich geschlagene fünf Stunden in der Klinik verbracht. Zunächst wurden an der Anmeldung Daten von mir aufgenommen und ich musste zwei Formulare unterschreiben: einen Behandlungsvertrag und eine Datenschutzerklärung einschließlich meines Einverständnisses zur Datenübermittlung. Dann bekam ich ein Identifikationsarmband umgelegt und weiter ging es dann zur Urologischen Abteilung. An der Anmeldung dort saß eine nicht besonders freundliche und ziemlich gestresst wirkende Mitarbeiterin. Dort wurde mir dann eine Aufnahmebogen in die Hand gedrückt, den ich bitte ausfüllen möge, verbunden mit dem Hinweis, dass ich auch bitte dabei ordentlich trinken solle, da man auch eine Urinstrahlmessung durchführen wolle. Ich habe mir dann knapp einen Liter Wasser reingezogen, aber der erhoffte Blasendruck wollte sich zunächst nicht einstellen. Also gab es dann erst einmal einen Termin beim Urologen mit Ultraschalluntersuchung und Vermessung der Prostata sowie Aufklärung darüber, was bei der OP auf mich zukommt. Bei diesem Gespräch wurde ich auch nach Alter, Körpergröße und Gewicht gefragt. Danach ging es dann zur Blutabnahme und zum EKG, wo ich ein weiteres Mal nach Körpergröße, Alter und Gewicht gefragt wurde. Als das dann erledigt war, stand noch ein Gespräch beim Anästhesisten an. Hier musste ich anstatt der angekündigten halben Stunde knapp zwei Stunden warten. Hier wurde ich dann als erstes auch nach Alter, Körpergröße und Gewicht gefragt, was mich dann schon ein wenig genervt hat. Da habe ich mich schon gefragt, warum es da kein elektronisches Patienteninformationssystem gibt, wo alle Basisdaten einmal erfasst werden und dann alle durchlaufenden Abteilungen ihre speziellen Daten hinzufügen, so dass die jeweils aktuelle Station, wo ich mich als Patient gerade befinde, immer alle aktuellen Informationen zur Verfügung hat. Das meiste, was mir der Anästhesist in diesem Gespräch erklärt hat, habe ich schon wieder vergessen. Im wesentlichen ging es darum, wie eine Narkose abläuft, welche Methoden angewandt werden und was alles schiefgehen kann. Nach diesem aufbauenden Gespräch hatte ich es dann geschafft und konnte dann zu meinem Zahnarzttermin eilen. Am 03. 05. 2018 ist dann der Tag der Operation. Ich sehe dem mit Gottvertrauen und Gelassenheit entgegen.

14. 04. 2018

Verregneter Tag heute. Vormittags Haushaltskram erledigt: Einkaufen, Wohnung gesaugt, Waschsalon. Den Nachmittag dann auf dem Sofa vor dem Rechner verbracht und eine neue Excel-Tabelle erstellt, die mir die Verteilung meiner Schichten auf Früh-, Mittel- und Spätdienst anzeigt. Im Call-Center wurde ab März für die Spätdienste eine Neuaufteilung der zu erledigenden Arbeiten eingeführt und verkauft wurde uns diese Neuerung, die ich für völlig bescheuert halte, mit dem Versprechen, dass es zu einer signifikanten Reduzierung der Spätdienste kommen wird. Das will ich natürlich genauer wissen und deshalb werden jetzt alle Schichten penibel aufgelistet. Abends dann weiter in Vollmanns Falschmünzer gelesen.